Word art

Word art

Eine Sammlung von 25 Gedichten über die Macht der Worte, über die Welt und die Gewohnheiten der Bewohner …

Leseprobe

Mut

Aufrecht gehalten biegsam
Augen im Ziel, das Herz gespannt
Die Seele lauscht, gebannt
Mut, frei heraus Klarheit
zu schaffen Wirklichkeit
bereit, einzutauchen Ein und keine Lächeln
alles da, Freiheit genug
zu wählen den Ort
Die Weltenseele lauscht
Herzen voller Dankbarkeit
und Mut

Monumente

Monumente ragen
hoch hinaus
Turm Babels gleich
Wege zum Vater Der Himmel biegt macht Tore auf das Opfer genommen
neuer Frieden geschaffen Monumente, leise grauen
hinter dem vergangenen Fluss
lauert verlassener Väter Vergangenheit Die Tore, monumental mit lauten Schwingen
schauen Augen
ins offene Seelenreich

Zauberer

Durch Kreise wie Narben
flutender Farben
monotone Klänge – durchbrochen
Entführt im Traum, die Liebesschlucht
1001 Nacht
Süsse Trauben – eine Liebesfrucht
betörter Tanz, ganz ohne Tand
im Kreise der Herzen
ein Narr im Zauberland

Atmen für den Alltag

Eine satirische Betrachtung aus dem Wortraum

Leseprobe

Das richtige Atmen für jede Lebenslage

Prolog

Diese Texte sind eine Einladung an alle, das Atmen mit einem lachendem und einem weinendem Auge zu betrachten. Vielleicht für einige sogar eine Anleitung, leicht und humorvoll mit dem eigenen Atem alltäglich den Raum einzunehmen. Auf jeden Fall eine Herausforderung, die Verantwortung für das eigene Leben mit jedem Atemzug aktiv zu gestalten.

Jede Geschichte kann eine Annäherung an die vollständige Nutzung unserer Ressourcen sein. Eine der wichtigsten Ressourcen, ohne die wir sofort sterben würden. Jede dieser Geschichten steht für sich, wie jede Situation sich von der anderen unterscheidet. Keine der Geschichten nimmt den anderen etwas weg.

Der Atem existiert in jeder Situation.

Wozu diese Anleitung zum richtigen Atmen?.

Damit Sie wieder zu der Potenz kommen, die ihnen die richtige Atmung beschert! Atmung ist Macht und diese Geschichten werden Ihnen unterschiedliche Wege zur Ihrer persönlichen Macht aufzeigen.

Hier ist an die Freiheit und nicht  Herrschaft oder gar Knechtschaft gedacht.

Es darf beim Lesen gelacht werden!

In dem jetzigen gesellschaftlichen Wachstumszwang ist das Maß der Selbstbestimmung zu einem minimalen Nischenvergnügen verkommen.

Der Mensch ist unterwegs, ständig hinter X her. X steht für die „must haves“ oder „must dos“ der modernen westlich orientierten Welt.

Oder, vielleicht noch schlimmer, der Mensch wird verfolgt. Fortwährend getrieben von Y. Hechelnd, hastend, unterwegs nach Nirgendwo. Nur Reaktion und keine wirkliche Gestaltung des Alltags. Immer im Tun und Haben, jedoch keine Zeit für das reine Sein.

Diese ständige Fremdbestimmung führt zu einer Verirrung, die auf Dauer zu Krankheiten führen muss. Das ist der falsche Weg. Wir haben  die Macht zur eigenen Lenkung nicht umsonst bekommen. Um durch die Bäume den Wald noch zu sehen, werden wir der Komplexität,  Vielfältigkeit und den Verwirrungen der offensichtlichen Widersprüche des Lebens am Besten durch die Besinnung auf das Einfache und das Nützliche begegnen.

Das trifft besonders auf das Atmen zu.

Es wäre möglich, eine Hymne auf die Atmung einzustimmen. Ist diese  doch Grundlage für den Transport des Sauerstoffs (ein wahrer Wunderstoff) im Blut. Hoch geschätzt in der Yoga-Kultur zur Entspannung und Selbstfindung. Maßgebend für Kraft und Ausdruck ist die Atmung im Tanz, genau so bedeutsam wie die eigene Körperachse für die Aufrichtung. Unendlich viele Bücher sind darüber geschrieben worden, fachlich und professionell.

Manches etwas staubig und nicht für jeden geeignet. Eher ein Training als eine alltägliche Unterstützung

Diese Geschichten wollen ein Beitrag sein, jede Sekunde achtsam und humorvoll mit den eigenen Ressourcen umzugehen. Vielleicht gewinnen Sie die Teilnahme an einem Fluss, wo die Dualität aufgehoben ist.

Wir wünschen ein schönes Atmungsvergnügen

Inhalts-Register

  1. Atmen für das Klo: der ideale Abgang
  2. Atmen für den Kampf: die totale Abgrenzung
  3. Atmen für den Sex: die totale Verschmelzung
  4. Atmen für die Liebe: die hohe Kunst
  5. Atmen für die Kunst: Life Performance
  6. Atmen für die Behörde: der lange Atem
  7. Atmen für den Schmerz: Aufgabe Atmen
  8. Atmen für die Stille: Lauschen ist Herzenssache
  9. Denn alles Leben ist Atmen

1. Atmen für das Klo: der ideale Abgang

Ein unsichtbares, lebenswichtiges Thema. Leider unterschätzt als Fundgrube für Beziehungskommunikation. Lange Zeit im Westen ein „unanständiges Thema“. Heute müssen wir uns diesen „Darmstadtstudien“ stellen. Lernen wir von der ayurvedischen Betrachtung, wo das tägliche Häufchen eine Aussage über den Gesundheitszustand macht. Alle Sinnesorgane sind gefragt, ein möglichst vollständiges Bild zusammen zu fügen. Von dieser analytischen Betrachtung sind wir weit entfernt.

Weggeplumst wird das Ergebnis unserer Verdauung in anonymen Kanälen, freigegeben für die Wiederaufbereitung. Welch eine Verschwendung von wichtiger Information. Jeder redet von Ayurveda, keiner von der Farbe seines Häufchens. Hier herrscht ein peinliches Weggucken und Schweigen. Dabei sagen die Farbe, die Form und Konsistenz uns täglich, was los ist im Inneren.

Darmstadtberichte sind Gesundheitsinformationen. Das ist eine einfache Wahrheit. Für einige dennoch ein Schmerzthema, ohne entspannende Wirkung. So gar nicht zum Lachen. Und das, obwohl das Lachen eine der besten Methoden ist, in die Darmstadtwelt Bewegung zu bringen. Aber wer hat diese Lust am Leben, wer sitzt denn noch lachend auf dem Klo. Stellen Sie sich vor, nix wie ab, aufs Klo, zum Lachen!

Um diesem Thema gerecht zu werden, verlangt unser körperliches System eine Hingabe. Die Bedeutsamkeit der unterschiedlichen Körpertypen zu beleuchten wäre sinnvoll, würde aber den Kontext dieser leichten Geschichte sprengen.

Eine Aufforderung zum Loslassen, das tägliche Loslassen, will diese Geschichte sein. Weshalb wohl ist das Klo Dreh- und Angelpunkt unseres kreativen Bewusstseins? Warum wohl werden die besten Ideen auf dem Klo geboren? Weil die neu entstandene Leere Neues einlädt, aufzutauchen.

Soweit das Plädoyer für die Leere.

Der ideale Abgang – Methode und Theorie

Das Lachen auf dem Klo ist sicherlich die höchste Kunst des Atmens.

Für die noch nicht Geübten gibt es eine Lernroute.

Der erste Schritt beinhaltet,  Frieden zwischen dem Eingang und dem Ausgang des Verdauungstraktes herzustellen. Das heißt, die Ressourcen Aufmerksamkeit und Wertschätzung auf beide Tore gleich zu verteilen. Dies bezieht sich sowohl auf die Qualität der eingenommenen Ernährung, als auch auf die Bewegung, der wir unseren Knochensack aussetzen.

Lieben Sie Ihren Enddarm wie ihre Speiseröhre?  Beide Schließmuskeln lieben Bewegung und Kontraktion. Es gibt eine Verbindung zwischen Küssen und Kacken. Beides macht das Herz frei. Lieben Sie die Sonne? So also auch ihren Schatten. Wenn Sie sich von Ihren völlig überflüssigen Igitt- Gefühlen getrennt haben, steht ihnen der Weg zum richtigen Atmen offen. Die Hinwendung zu dieser Haltung mag für Frauen einfacher sein, aber auch die Männer sind eingeladen, diesen Schritten zu folgen.

Sie brauchen sich darüber nicht auslassen, können ganz im Geheimen

den Weg „Der ideale Abgang“ beschreiten.

Bei Schritt zwei trennen sich die Wege der Geschlechter, und das nicht nur aus biologischen oder psychologischen Gründen.

Für die Herren:

Schritt 2

Um tatsächlich zum Lachen auf dem Klo zu kommen, muss nach dem Friedensprozess von oben und unten sofort die Re-Vitalisierung des Darms durch die Atmung eingeleitet werden.

Falls Sie noch nicht singen wollen/können, ist das Oberton-Brummen ein sanfter Einstieg in die Entwicklung der Atmungsaktivität. Eine aktive und dynamische Bauchatmung gleicht das Bürostuhlhocken wenigsten etwas aus. Unsichtbare Muskulatur wird durch Klang und Atmung im Innern aktiviert.

Obertöne bringen Sie hervor durch ein stetes Brummen und Tönen mit offenen Mund und leicht angespitzten Lippen. Fangen Sie mit einem Ton an. Suchen Sie Ihren eigenen Klang. Nutzen Sie den Wechsel von Ein- und Ausatmen, um die Tiefe der Töne zu variieren. Bei zunehmender Freude werden Sie sich trauen, die Dynamik der Obertöne zu verändern. Nutzen Sie Ihre eigenen Vorlieben. Vivaldi oder auch Jazz im Oberton, das setzt Bauch und Darm richtig in Bewegung.

Dauer der Übung:

Nachdem Sie die anfängliche Befremdung überwunden haben, können Sie die Zeit bis zu zehn Minuten ausdehnen. Diese einseitige Konzentration auf Ihr Innerstes wird einiges bewegen. Bleiben Sie in der Beobachtung. Bitte, begegnen Sie der Stimme des Egos mit Humor und überwinden Sie sich, indem Sie etwas Ungewöhnliches tun. Ihr Geist wird Sie dafür lieben. Selbst wenn Sie es gerade nicht merken.

Schritt 3

Beim Erreichen des Häuschens nehmen Sie die richtige Sitzhaltung ein. Es ist außerordentlich förderlich, die Sitzordnung thailändischen Ursprungs zu nutzen. Diese Haltung erlaubt uns, die Füsse auf die Klobrille zu stellen. Dadurch erreicht die Wirbelsäule die ideale Krümmung und sorgt für eine Verstärkung der Schwerkraft. Wer jetzt singen kann, hat Spaß und Selbststeuerung gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.

Die Zwischenlösung: Falls die Brille zu hoch ist, setzen Sie sich auf Ihre Hände, so dass Ihre Schenkel erhöht sind. Bewegen Sie ihre Füße und Knie in die Höhe, um die Krümmung der Wirbelsäule zu regulieren.

Für Frauen:

Meine liebe Frauen, wir sind hart im Nehmen. Mit unseren körperlichen Geschehnissen setzen wir uns ständig auseinander. Anders als unsere Macht über die Beinhaare und andere „zu entfernende Dinge“ liegt

, mit unserem Darmstädterbereich schwer was im Argen (u.A. Hämorrhoiden, Darmträgheit). Bitte, Ladys, schaut hin! Ist Euer Ende (Darmstadt) oder das Loslassen ein Igitt –Thema? Bitte, gehen Sie zurück zu Schritt eins: zur Versöhnung. Ohne das geht’s nicht…..

Schritt 2

Um den idealen Abgang zu ermöglichen, brauchen Sie sich, meine lieben Damen, nur an eine Geburt zu erinnern. Kennen Sie das Hecheln noch?? Durch kurze, schnelle Atemstöße durch den Mund verursacht die Gebärende einen inneren Fluss, der für die Dynamik des Herausstoßens förderlich ist.

In jedem GVK (Geburtsvorbereitungskurs)wird mit dem Partner geübt. Ihre Bauchdecke wird sich dabei bewegen müssen, sonst war das nichts!!

Der freie Atem wird nach Klang streben, so lassen Sie einfach Klang ab.

Im Gegensatz zu einer Geburt müssen Sie nicht pressen…. bitte nicht pressen. Machen Sie statt dessen Laute….oder lachen Sie!

Achten Sie  auf die Dynamik des Darmes, atmen Sie mit dem Darm.

Immerhin haben Sie das gleiche Ziel!

Ein, aus, mal tiefer, mal schneller, variieren Sie die Rhythmik.

Nicht auf den inneren Kritiker hören, lachen Sie!

Schritt 3

Die Vollendung der Perfektion liegt in der Sitzhaltung. Hier greifen wir auf die asiatische bzw. thailändische Sitzhaltung als perfekte Vorlage zurück: eine wirkliche Erhöhung durch das Absetzen der Füße auf der Klobrille.

Etwas ungewöhnlich, aber durchaus sinnvoll, etwas höher als das gute, alte französische Klo, wo Frau ja wenigstens noch hocken konnte.

Ich wünsche, meine Damen, eine angenehme Sitzung und einen täglich perfekten Abgang.

Die Herausforderung:

Hochgenuss statt Schamgefühl, Strömen statt Kneifen, frei sein auf dem kleinen Ort.

Es ist, wie es ist.